Es war das mit Spannung erwartete Spitzenspiel in der Oberliga Nord:
Unser TV Neerstedt und die SG Achim/Baden gingen beide mit 8:0 Punkten und damit ohne Niederlage in die Partie. Entsprechend groß war die Vorfreude auf dieses Duell.
Am Ende mussten wir allerdings die erste empfindliche Saisonniederlage hinnehmen. Mit 43:31 (21:12) setzte sich die SG Achim/Baden deutlich durch.
Dabei erwischten unsere Jungs zunächst einen richtig guten Start. Mit viel Tempo, Einsatz und Leidenschaft gingen wir früh mit 4:2 in Führung. Man merkte sofort: Wir wollten uns vor dem ebenfalls ungeschlagenen Gegner keineswegs verstecken.
Nach einer Umstellung unserer Defensive von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung fand Achim/Baden allerdings zunehmend bessere Lösungen. Bis zur 15. Minute blieb das Spiel trotzdem völlig offen. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir lediglich mit 8:9 zurück.
Dann kam der wohl entscheidende Durchhänger in der ersten Halbzeit. Die Gastgeber legten einen 5:0-Lauf hin und zogen von 9:8 auf 14:8 davon. Nach unserem zwischenzeitlichen Treffer zum 14:9 setzte Achim/Baden erneut nach und erhöhte auf 17:9.
Wir versuchten weiter dagegenzuhalten und konnten immer wieder eigene Treffer erzielen. Doch defensiv fanden wir an diesem Abend nicht die richtigen Mittel gegen den Angriff der Gastgeber. Mit einem 21:12-Rückstand ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch nach der Pause fehlt die entscheidende Wende
Natürlich hofften wir nach der Pause auf eine Reaktion unserer Mannschaft. Und zunächst sah es auch danach aus. Wir erzielten den ersten Treffer des zweiten Durchgangs und konnten die Partie bis etwa zur 35. Minute wieder etwas offener gestalten.
Doch Achim/Baden ließ sich nicht beeindrucken.
Wer dachte, die Schacht-Sieben würde nun vielleicht einen Gang zurückschalten, sah sich getäuscht. Angeführt von einem glänzend aufgelegten Spielmacher Luke Fechner und Fiete Esser, der den verhinderten Noah Dreyer im rechten Rückraum bärenstark vertrat, spielten die Gastgeber weiter mit hohem Tempo.
Fechner war es auch, der beim 24:14 in der 36. Minute den Vorsprung erstmals auf zehn Tore schraubte.
Danach ging es leider ganz schnell. Aus dem 23:14 wurde innerhalb kurzer Zeit ein 26:14. Zwölf Tore Rückstand – spätestens jetzt war klar, dass es für uns an diesem Abend nichts mehr zu holen ist.
Trotzdem haben unsere Jungs nicht aufgegeben. Zwischen der 42. und 43. Minute gelang uns noch einmal ein kleiner Lauf mit drei Treffern in Folge. Die Mannschaft zeigte Moral und kämpfte bis zum Schluss.
Doch die SG Achim/Baden hatte an diesem Abend einfach zu viele Antworten. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel anschließend souverän und brachten den deutlichen Vorsprung bis zum Schlusspfiff.
Am Ende stand ein 43:31 auf der Anzeigetafel.
Nach dem Spiel fand unser Trainer Freese klare Worte. „Für uns war es ein gebrauchter Tag. Aber er kam mit Ansage“, bilanzierte er enttäuscht und verwies dabei auch auf die zuletzt mangelnde Trainingsbeteiligung.
Trotz der eigenen Enttäuschung zeigte sich unser Coach als fairer Verlierer und erkannte die Leistung des Gegners an:
„Achim war der bis dato mit Abstand stärkste Gegner und uns in allen Belangen überlegen!“
Dem ist dann auch wohl wenig hinzuzufügen.
Kopf hoch, Jungs!
Natürlich tut diese Niederlage enorm weh. Gerade weil wir mit 8:0 Punkten so stark in die Saison gestartet sind und uns auf dieses Spitzenspiel entsprechend gefreut haben.
Aber eine Niederlage ändert nichts an dem, was unsere Mannschaft in den vergangenen Wochen geleistet hat.
Wir mussten uns an diesem Abend einer Mannschaft geschlagen geben, die ebenfalls noch ungeschlagen war und als Absteiger aus der Regionalliga jede Menge Erfahrung mitbringt. Und selbst mit dem Fehlen eines wichtigen Torschützen hat Achim/Baden gezeigt, wie breit und spielstark der eigene Kader ist.
Für uns heißt es deshalb: Kopf hoch!
Natürlich müssen wir analysieren, warum wir gerade in den entscheidenden Phasen keinen Zugriff mehr bekommen haben. Die Läufe der Gastgeber haben uns das Genick gebrochen. Genau daraus müssen wir lernen und die richtigen Schlüsse für die kommenden Wochen ziehen.
Denn eines ist nach diesem Abend genauso klar wie vor dem Spiel:
Unser TV Neerstedt gehört weiterhin zur Spitzengruppe der Oberliga.
8:0 Punkte zum Saisonstart waren kein Zufall. Ein verlorenes Spitzenspiel macht die bisherige Leistung nicht plötzlich schlecht. Es zeigt uns vielmehr, wo wir noch besser werden müssen.
Jetzt heißt es Mund abputzen, gemeinsam analysieren, weiterarbeiten und nach vorne schauen.
Wir stehen hinter euch, Jungs!
TV Neerstedt – gemeinsam weiter!































