Es ist ein wenig wie verhext. Nach dem starken Sieg Anfang Februar gegen Eyendorf ist mehr als nur der Wurm drin – erneut verlieren wir deutlich, dieses Mal mit 45:27 in Neuenhaus.
Mit einigen angeschlagenen Spielerinnen und einem etwas kleineren Kader reisten wir am Samstag nach Neuenhaus. Ein Sieg sollte trotzdem her, der Matchplan stand und alle waren entsprechend eingestellt.
Das Spiel begann vielversprechend mit dem 0:1 durch Ida Brinkert. Doch es sollte unsere einzige Führung des Spiels bleiben. Neuenhaus nutzte unsere technischen Fehler konsequent aus, lief zahlreiche Tempogegenstöße sowie die zweite Welle.
Im gesamten Spiel mussten sich unsere alleingelassenen Torhüterinnen 63 Würfen stellen – zum Vergleich: Im Hinspiel waren es 45. Nach 15 Minuten stand es bereits 11:4. In dieser Phase übernahm Noelle Storck (Foto) Verantwortung, behielt mehrfach die Nerven und verwandelte einige Würfe in Folge. So erzielte sie auch den Treffer zum Halbzeitstand von 21:15. Trotz der 21 Gegentore hatte unsere Torhüterin bis zur Halbzeit bereits 10 Paraden gesammelt und uns bestmöglich versucht den Rücken frei zu halten.
In der Pause mussten wir uns neu sortieren. Nadja Kunz verletzte sich so, dass sie im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingreifen konnte – an dieser Stelle gute Besserung! Doch nach Wiederanpfiff folgte die nächste Hiobsbotschaft: Auch unsere Haupttorschützin Ida Brinkert konnte nicht mehr weiterspielen. Die verbleibenden sieben Feldspielerinnen sprangen in die Bresche und agierten teilweise auf ungewohnten Positionen. So rückte beispielsweise Rechtsaußen Wiebke Jabs in den Rückraum. Trotz allem gab sich unser Rumpfkader nicht auf und erzielte weiterhin Tor um Tor. Allen voran wurde Steffi Hanuschek immer wieder stark am Kreis in Szene gesetzt und konnte erfolgreich einnetzen. In der Defensive und dem Rückzugsverhalten hakte es jedoch weiterhin. Mit schwindenden Kräften, weiteren technischen Fehlern sowie zahlreichen freien Abschlüssen der Gastgeberinnen häuften sich die Gegentore. Am Ende stand eine ernüchternde 45:27-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Jetzt heißt es: Wunden lecken, weiterarbeiten und hoffen, dass bald wieder alle Spielerinnen an Bord sind. Bereits am kommenden Wochenende geht es erneut Richtung niederländische Grenze nach Brandlecht. Und wer uns kennt, weiß: Aufgeben ist keine Option!































